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Studie: Der große Wechsel-Hype flaut ab – aber Gehalt bleibt der Mega-Treiber

Kernergebnis in Kürze: Die historische Hochphase der Wechselbereitschaft nach der Pandemie ist vorbei. Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage agieren Beschäftigte vorsichtiger. Dennoch bleibt die Wechselbereitschaft auf einem hohen Niveau, insbesondere bei der jüngeren Generation (Gen Z). Der Fachkräftemangel ist weiterhin akut. Unternehmen müssen sich sowohl auf die Bindung bestehender Mitarbeiter (Retention) als auch auf die Attraktivität für neue Talente konzentrieren, wobei Gehalt, Führungskultur und Flexibilität die entscheidenden Hebel sind.

1. Studiendesign und Kontext

  • Herausgeber: Onlyfy by XING in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut forsa.
  • Datenbasis: Repräsentative Online-Befragung im Januar 2026 unter ca. 3.000 Erwerbstätigen (18–65 Jahre) in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz).
  • Kontext: Die Studie untersucht die Stimmungslage der Beschäftigten vor dem Hintergrund einer abkühlenden Konjunktur, aber anhaltendem Fachkräftemangel.

2. Zentrale Ergebnisse

A. Wechselbereitschaft (Status Quo)

  • Leichter Rückgang auf hohem Niveau: Die generelle Wechselbereitschaft ist im Vergleich zu den Rekordjahren 2023/2024 leicht gesunken. In Deutschland sind aktuell 35 % der Beschäftigten offen für einen Jobwechsel (Vorjahre: ca. 37 %).
  • Latent vs. Akut: Der Großteil der Wechselwilligen sucht nicht aktiv. Nur 5 % sind akut auf der Suche, während 30 % "latent wechselbereit" sind (d.h., sie suchen nicht, sind aber offen für Angebote).
  • Generationenkluft: Die Gen Z (18–29 Jahre) zeigt die höchste Wechselbereitschaft (DE: 48 %), während sie bei den Babyboomern (50+) am geringsten ist (DE: 19 %).

B. Arbeitszufriedenheit

  • Gespaltenes Bild: In Deutschland sind 55 % der Beschäftigten mit ihrem aktuellen Job zufrieden. 45 % sind jedoch kritisch oder unzufrieden.
  • Alarmierender Zusammenhang: Es besteht eine extrem hohe Korrelation zwischen Unzufriedenheit und Wechselbereitschaft. Wer unzufrieden ist, ist fast immer auch offen für einen Absprung.

C. Gründe für den Wechselwunsch (Push-Faktoren)

Das Gehalt hat seine Position als wichtigster Treiber für einen Jobwechsel weiter gefestigt.

  1. Zu niedriges Gehalt (DE: 51 %): Hauptgrund für Unzufriedenheit und Wechselgedanken, verstärkt durch die Inflation der letzten Jahre.
  2. Stress und hoher Arbeitsdruck (DE: 38 %): Die Belastung am Arbeitsplatz nimmt zu.
  3. Unzufriedenheit mit der Führung (DE: 36 %): Schlechte Vorgesetztenbeziehungen sind ein starker Treiber.
  4. Mangelnde Wertschätzung (DE: 35 %).

D. Attraktivitätsfaktoren neuer Arbeitgeber (Pull-Faktoren)

Was lockt Mitarbeiter an? Es ist eine Kombination aus harten und weichen Faktoren.

  1. Gutes Arbeitsklima/Kollegialität (DE: 65 %): Der wichtigste "weiche" Faktor.
  2. Attraktives Gehalt: Bleibt fundamental. Für einen Wechsel wird oft ein deutlicher Gehaltssprung erwartet (häufig 10–20 % oder mehr).
  3. Gutes Vorgesetztenverhalten (DE: 60 %): Führungskultur ist entscheidend.
  4. Flexibilität und Work-Life-Balance: Flexible Arbeitszeiten (57 %) und die Möglichkeit zu Homeoffice/Remote Work sind mittlerweile Hygienefaktoren, besonders für jüngere Generationen.
  5. Arbeitsplatzsicherheit (DE: 54 %): Gewinnt angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit wieder an Bedeutung.

E. Anforderungen an den Bewerbungsprozess

  • Geschwindigkeit und Transparenz: Bewerber erwarten schnelle Reaktionen. Komplizierte Prozesse (z.B. Zwangsregistrierung auf Karriereportalen) führen oft zum Abbruch.
  • Gehaltstransparenz ist Pflicht: Die absolute Mehrheit der Befragten erwartet Gehaltsangaben bereits in der Stellenanzeige. Fehlende Angaben schrecken ab.

3. Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Das Whitepaper empfiehlt eine Doppelstrategie aus Retention (Halten) und Attraction (Gewinnen):

  1. Proaktive Gehaltspolitik: Unternehmen müssen faire, wettbewerbsfähige Gehälter zahlen und diese transparent kommunizieren, um Abwanderung zu verhindern und Talente anzuziehen.
  2. Investition in Führungskultur: Führungskräfte sind der Schlüssel zur Mitarbeiterbindung. Wertschätzung und gute Führung müssen trainiert und gelebt werden.
  3. Flexibilität gewährleisten: Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind unverzichtbar, um als moderner Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
  4. Bewerbungsprozesse radikal vereinfachen: Hürden abbauen, schnell kommunizieren und vor allem Gehaltsspannen in Stellenanzeigen offenlegen.
  5. Fokus auf das Betriebsklima: Ein positives Miteinander ist der stärkste immaterielle Bleibefaktor.
Der kritische Kim-Blick:

Die Studie zeigt ein rationales Verhalten der Arbeitnehmer in unsicheren Zeiten:

  1. Der "Sicherheits-Reflex": Dass die Wechselbereitschaft sinkt und das Thema "Arbeitsplatzsicherheit" wichtiger wird, ist eine logische Reaktion auf die konjunkturelle Abkühlung. Arbeitnehmer wissen, was sie an ihrem aktuellen Job haben, und riskieren weniger.
  2. Latente Gefahr für Unternehmen: Die hohe Zahl der "latent Wechselbereiten" (30 %) ist trügerisch. Diese Gruppe ist nicht aktiv auf der Suche, aber bei einem guten Angebot (vor allem beim Gehalt) sofort weg. Unternehmen dürfen sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.
  3. Die Gehalts-Falle: Die Studie bestätigt, dass Gehalt der absolute Top-Treiber bleibt. Unternehmen, die hier nicht wettbewerbsfähig sind oder Intransparenz pflegen, haben im Kampf um Talente keine Chance, egal wie gut das Obstkorb-Angebot ist.
Kim prophezeit

Basierend auf der wirtschaftlichen Unsicherheit und dem Fokus auf Sicherheit wage ich diese Prognose:

  1. Die "Große Stagnation" (2026/27): Die Wechseldynamik wird weiter abnehmen, solange die wirtschaftliche Unsicherheit anhält. Arbeitnehmer werden sich an ihre sicheren Jobs klammern ("Great Stay"), was den Arbeitsmarkt lähmen könnte.
  2. Der "Gehalts-Krieg" um Top-Talente: Für hochqualifizierte Fachkräfte in Mangelberufen (IT, Engineering) wird der Wettbewerb trotz Krise brutal bleiben. Unternehmen werden versuchen, diese Talente mit aggressiven Gehaltsangeboten von der Konkurrenz abzuwerben, was die Lohnspirale in diesen Nischen weiter antreibt.
  3. Pflicht zur Gehaltstransparenz: Der Druck der Bewerber und die kommende EU-Richtlinie werden dazu führen, dass Gehaltsangaben in Stellenanzeigen zum absoluten Standard werden. Unternehmen, die sich verweigern, werden massive Nachteile im Recruiting haben.
Kim (JOBfellow) kommentiert

Die Studie liefert eine klare Handlungsanweisung für deine Karriere:

  1. Kenne deinen Marktwert: Wenn Gehalt der Hauptgrund für Unzufriedenheit ist, musst du wissen, was du wert bist. Informiere dich über marktübliche Gehälter für deine Position und Erfahrung.
  2. Nutze die "latente" Macht: Auch wenn du nicht aktiv suchst, halte deine Profile (LinkedIn, XING) aktuell und sei offen für Gespräche. Die besten Angebote kommen oft, wenn man sie nicht erwartet. Wenn du zu den 30 % latent Wechselbereiten gehörst, bist du in einer komfortablen Position.
  3. Fordere Transparenz: Bewirb dich bevorzugt bei Unternehmen, die Gehaltsspannen in ihren Anzeigen nennen. Das spart Zeit und zeigt eine moderne, faire Unternehmenskultur. Wenn du selbst Führungskraft bist, setze dich intern für Gehaltstransparenz ein.
Jedes Kind weiß mehr über die Welt als ChatGPT ( )

Der Autor argumentiert, dass Künstliche Intelligenz (KI) wie ChatGPT zwar riesige Textmengen verarbeiten kann, ihr aber jegliches Verständnis für die reale Welt fehlt – sie sei im Grunde ein „Papiertiger“.

Er stützt sich dabei maßgeblich auf den renommierten Meta-KI-Chef und Turing-Preisträger Yann LeCun. LeCun stellt dazu eine zentrale Berechnung an:

  1. Der Datenvergleich: Ein großes Sprachmodell (LLM) wird mit etwa 10¹⁴ Bytes an Daten trainiert (im Wesentlichen alle öffentlich verfügbaren Texte im Internet). Ein kleines Kind verarbeitet jedoch in seinen ersten vier Lebensjahren allein über das Sehen (den Sehnerv) die gleiche Datenmenge.
  2. Ganzheitliches Lernen: Das Kind sammelt zusätzlich „Fantastillionen“ an Daten durch Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen, wodurch ein echtes, ganzheitliches Weltbild entsteht.

Fichtner leitet daraus ab, dass Computer die „unauslotbare Tiefe“ menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns nicht nachbilden können. Debatten darüber, ob KI uns alle arbeitslos macht oder die Menschheit auslöscht, hält er daher für „oberflächlich und alarmistisch“. Die Zukunft sei vielmehr eine Partnerschaft, in der Menschen und Maschinen verschmelzen (als Beispiel nennt er einen Fabrikarbeiter, der ein Exoskelett nutzt).

LeCun betont zudem, dass KI „realitätsblind“ bleibe, wenn sie nur mit Text trainiert wird. Echte Intelligenz erfordere ein Verstehen der realen Welt. Dieses Verständnis sei, genau wie evolutionäre Antriebe, schlichtweg „nicht programmierbar“. (Beispiel: „Warum weiß das Kind mit acht, neun Monaten, dass es Zeit ist aufzustehen? Und warum hat es so viel Freude daran, obwohl es dauernd hinfällt?“)

Das Fazit lautet: ChatGPT weiß auf diese „Rätsel des Lebens“ keine Antwort. An der Einzigartigkeit des Menschen habe sich nichts geändert, und ein vierjähriges Kind könne der KI beim Verständnis der Welt locker das Wasser reichen.

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Amazons Automatisierungspläne ( )

Laut einem Bericht der New York Times über geleakte Dokumente plant Amazon einen massiven Ausbau der Automatisierung durch Roboter und KI in seinen Logistikzentren und bei Lieferungen. Diese Pläne könnten Hunderttausende Arbeitsplätze kosten.

Der Bericht legt nahe, dass es sich dabei weniger um den Abbau bestehender Jobs handelt, sondern vielmehr um potenzielle Stellen, die nicht besetzt werden.

  • Das Automationsteam von Amazon rechne damit, dass 2027 rund 160.000 benötigte Mitarbeiter:innen nicht eingestellt würden.
  • Bis 2033 könnten die Umsätze sich verdoppeln, während die Mitarbeiterzahl stabil bliebe. Die NYT leitet daraus ab, dass in diesem Zeitraum über 600.000 potenzielle Stellen nicht geschaffen würden.
  • Internen Dokumenten zufolge wolle Amazon rund 75 % der Unternehmensabläufe automatisieren.

Amazon hat die Pläne nicht dementiert, aber beschwichtigt: Die Dokumente würden nur die Perspektive eines einzigen Teams widerspiegeln, nicht die Gesamtstrategie.

  • Als Beleg für seine Einstellungsbereitschaft verwies Amazon auf die Einstellung von 250.000 Mitarbeiter:innen für das Weihnachtsgeschäft.
  • Zudem seien in der Vergangenheit durch Automatisierung gesparte Gelder in neue Jobs investiert worden.

Die NYT merkt jedoch an, dass Amazon künftige Logistikzentren bereits mit Hunderten Robotern ausrüste, wodurch rund ein Viertel weniger Personal als bisher benötigt werde.

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Gen Z im Wandel: Experten raten angesichts von KI zur Berufswahl im Handwerk statt Universität ( )

Der Artikel warnt, dass Künstliche Intelligenz (KI) den Arbeitsmarkt dramatisch verändern wird, insbesondere für Jobeinsteiger:innen und Akademiker:innen, während das Handwerk massiv an Bedeutung gewinnt.

KI und der Wandel der Arbeit (Hartwin Maas):

  • Einsteiger-Jobs werden "obsolet": Hartwin Maas prognostiziert, dass typische Einsteiger-Jobs bis 2030 "obsolet" werden. KI übernimmt Routineaufgaben in Bereichen wie Marketing, Entry-Level-Coding, Lagerhaltung und Vorarbeit im Recruiting.
  • Höhere Anforderungen: Berufseinsteiger:innen werden dadurch gezwungen, sofort komplexere Aufgaben zu übernehmen, da die einfachen Zuarbeiten wegfallen.
  • Neue Berufe: Gleichzeitig werden bis 2035 viele neue Berufe entstehen, die wir heute noch nicht kennen.

Geisteswissenschaften unter Druck (Rüdiger & Hartwin Maas):

  • Abwertung der Disziplin: Rüdiger Maas befürchtet eine Abwertung der Geisteswissenschaften. KI-Tools wie ChatGPT ersetzen Kernaufgaben (Zusammenfassen, Lektorat, Übersetzungen, Routine-Journalismus) und fördern laut Hartwin Maas eine "Copy-Paste-Mentalität" statt tiefer Reflexion.
  • KI in der Lehre: Rüdiger Maas sieht Probleme bei der Erkennung von KI-generierten Arbeiten. Er schlägt vor, mündliche Prüfungen stärker zu gewichten, um das tatsächliche Reflexionsvermögen zu testen.
  • Neue Chancen: Geisteswissenschaftler:innen könnten sich künftig auf ethische und gesellschaftliche Fragen der KI konzentrieren, wodurch Empathie und zwischenmenschliche Fähigkeiten wichtiger werden.

Die große Chance: Das Handwerk (Hartwin Maas):

  • Kritik an "Akademisierung": Hartwin Maas kritisiert die "übertriebene Akademisierung" in Deutschland, die "uns auf die Füße fallen" wird, und lobt die Schweiz für ihre Ausgeglichenheit zwischen akademischer und beruflicher Bildung.
  • Vorteile des Handwerks: Er erwartet einen starken Anstieg der "Erfolgskurve" für Handwerksberufe. Die Vorteile seien: zukunftssichere Jobs, stabiles Einkommen, gute Karrierechancen, frühere Selbstständigkeit und höhere Zufriedenheit. Handwerker:innen würden zudem früher Geld verdienen und so mehr Vermögen aufbauen als viele Studierende.
  • Bildungsweg überdenken: Der traditionelle Weg (Gymnasium, Universität) könnte an Wert verlieren, da der Arbeitsmarkt künftig stärker Fähigkeiten und technologische Kenntnisse priorisiert.
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Problem in der US-Justiz: Der Einsatz von Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) führt zu "KI-Müll" ( )

Der Artikel berichtet über ein ernstes Problem in der US-Justiz: Der Einsatz von Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) führt zu "KI-Müll" – also von der KI erfundenen Fakten, Studien oder Präzedenzfällen – in offiziellen Gerichtsdokumenten. Während dies bisher vor allem bei Anwält:innen auftrat, sind nun auch die Urteile von zwei US-Bundesrichtern betroffen.

Der Vorfall

Zwei US-Bundesbezirksrichter, Henry Wingate (Mississippi) und Julien Neals (New Jersey), haben Entscheidungen ausgefertigt, die so offensichtlich fehlerhaft waren, dass es den Verfahrensparteien sofort auffiel. Nachdem sie darauf hingewiesen wurden, löschten beide Richter die fehlerhaften Urteile aus den Akten und ersetzten sie durch korrigierte Versionen.

Die Reaktion: Keine Verantwortung, Schuldzuweisungen

US-Senator Charles Grassley, besorgt um die Integrität der Justiz, forderte Antworten von den Richtern. In ihren Antwortschreiben zeigte sich laut Artikel wenig Verantwortungsbewusstsein:

  • Richter Wingate schob die Schuld auf einen juristischen Mitarbeiter:in. Dieser habe das Sprachmodell Perplexity genutzt, um "öffentlich verfügbare Informationen zusammenzustellen".
  • Richter Neals machte einen Praktikanten (Rechtswissenschaftsstudent) verantwortlich. Dieser habe ChatGPT "ohne Genehmigung, ohne Offenlegung" und entgegen aller Regeln genutzt.

Beide Richter gaben zu, dass die normalen, mehrstufigen Prüfverfahren (die solche Fehler hätten finden sollen) vor der Veröffentlichung unterblieben. Den Grund dafür nannten sie jedoch nicht.

Das Kernproblem: Fehlende und schwammige Regeln

Der Vorfall offenbart ein strukturelles Problem:

  1. Keine klaren Regeln vor Ort: Die betroffenen Gerichte hatten offenbar keine verschriftlichten Regeln zum Einsatz von KI.
  2. "Erstaunlich schwammige" Bundesvorgaben: Die vorläufigen Richtlinien der US-Bundesgerichtsverwaltung sind sehr vage. Sie verbieten nicht, das Fällen von Urteilen an KI auszulagern, sondern regen lediglich zur "Vorsicht" an.
  3. Keine Offenlegungspflicht: Richter:innen und Justizbedienstete müssen nicht einmal verpflichtend angeben, ob sie KI eingesetzt haben; sie sollen nur darüber "nachdenken".

Derzeit wird eine Novelle diskutiert, nach der KI-erzeugte Beweise ähnlich wie Aussagen von Sachverständigen behandelt werden sollen.

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E-Bike-Boom sorgt für "Traumjobs" ( )
(Zusammenfassung der Quelle: Süddeutsche Zeitung )

Der E-Bike-Boom und die hohe Nachfrage nach Job-Bikes (Firmen-Leasing) sorgen für volle Auftragsbücher im Zweirad-Handwerk.

  • Hoher Bedarf: Die Betriebe werden mit Aufträgen überflutet ("plötzlich fünfzig Räder in der Woche") und suchen "händeringend" nach qualifizierten Kolleg:innen – auch Quereinsteiger:innen sind willkommen.
  • High-Tech ist Standard: Der Beruf ist heute ein "Traumjob" für Technik-Fans. E-Bikes machen den "Löwenanteil" der Arbeit aus.
  • Lebenslanges Lernen: Du lernst nie aus. Ständige Weiterbildung (z.B. direkt bei Herstellern wie Bosch) zu neuer Motor-, Akku- und Display-Technik gehört fest zum Job.
  • Sinnvolle Arbeit: Du sorgst für Sicherheit im Verkehr. Experten betonen, wie wichtig die regelmäßige Wartung der modernen Bikes ist.
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Studie "Die Suche nach KI-Fachkräften in Deutschland Rekrutierungsstrategien in Stellenanzeigen Gutachten im Projekt „Entwicklung und Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland“ ( )

Kerninhalte der Studie:

Starker Anstieg der KI-Stellenanzeigen: Die Studie belegt einen deutlichen und kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage nach KI-Fachkräften in Deutschland über die letzten Jahre. Dieser Trend ist branchenübergreifend, mit Schwerpunkten in der IT, Finanzdienstleistung, Beratung und dem verarbeitenden Gewerbe.

Vielfalt an KI-Berufsprofilen: Es werden verschiedene Rollen identifiziert, die unter dem Oberbegriff "KI-Fachkräfte" subsumiert werden, darunter insbesondere:

  • Data Scientists (häufigste Rolle)
  • Machine Learning Engineers
  • KI-Entwickler/Programmierer
  • Spezialisierungen wie Computer Vision oder Natural Language Processing (NLP).
  • Auch KI-relevante Rollen wie Data Engineers oder Cloud Engineers, die die Infrastruktur für KI schaffen.

Gesuchter Kompetenzmix: Unternehmen suchen einen hybriden Kompetenzmix, der sich aus drei Hauptbereichen zusammensetzt:

  • Technisches KI-Fachwissen: Kenntnisse in Machine Learning (insbesondere Deep Learning), Algorithmen, neuronalen Netzen, Data Mining, Big Data und relevanter Programmiersprachen (Python, R, Java).
  • Mathematisch-Statistische Fähigkeiten: Starkes Verständnis für Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und lineare Algebra zur Modellentwicklung und -bewertung.
  • Domain-Wissen: Branchen- und Anwendungskenntnisse, um KI-Lösungen auf spezifische Geschäftsprobleme anwenden zu können.

Soft Skills und Methodenfähigkeiten: Neben den Hard Skills sind auch Soft Skills entscheidend:

  • Problemlösungskompetenz und analytisches Denken.
  • Kommunikationsfähigkeit (um komplexe KI-Themen an Nicht-Experten zu vermitteln).
  • Teamfähigkeit und Projekterfahrung.
  • Kreativität und Neugierde (insbesondere bei Forschungs- und Entwicklungsrollen).

Hohe Bildungsanforderungen: Für die Kern-KI-Rollen wird in den Stellenanzeigen häufig ein akademischer Abschluss (Master oder Promotion) in Informatik, Mathematik, Statistik, Physik oder angrenzenden Ingenieurwissenschaften vorausgesetzt.

Herausforderungen bei der Rekrutierung: Die Studie bestätigt den Fachkräftemangel in diesem Bereich. Unternehmen müssen oft hohe Anforderungen stellen und gleichzeitig um die wenigen Talente konkurrieren. Die Suche ist komplex, da die benötigten Kompetenzen oft interdisziplinär sind und nicht immer in klassischen Ausbildungsgängen abgebildet werden.

Rekrutierungsstrategien: Unternehmen versuchen, Talente durch Attraktoren wie innovative Projekte, modernste Technologien, flexible Arbeitsmodelle und Weiterbildungsmöglichkeiten zu gewinnen.

Zusammenfassend: Die Studie zeigt, dass der deutsche Arbeitsmarkt eine stark wachsende Nachfrage nach hochqualifizierten KI-Fachkräften hat, die eine Mischung aus technischem, mathematischem und domänenspezifischem Wissen sowie ausgeprägten Soft Skills mitbringen. Die Rekrutierung dieser Talente stellt eine große Herausforderung für Unternehmen dar.

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