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Deutsche wollen die KI-Revolution im Amt – aber nur mit menschlichem Chef

Die deutsche Bevölkerung betrachtet Künstliche Intelligenz (KI) als eine unausweichliche und epochale Technologie, begegnet ihrem Einsatz in der öffentlichen Verwaltung jedoch mit großer Skepsis und geringem Vertrauen in die staatliche Umsetzungskompetenz. Der zentrale Schlüssel zur Akzeptanz ist der "Menschvorbehalt": Bürger fordern, dass die Letztentscheidung und Verantwortung bei kritischen Vorgängen zwingend bei einem Menschen aus Fleisch und Blut bleiben muss.

Die zentralen Erkenntnisse:

  • Epochaler Wandel vs. Vertrauensdefizit: Eine absolute Mehrheit sieht KI als Technologie, die die Welt ähnlich stark verändern wird wie die Dampfmaschine. Doch nur etwa ein Drittel traut dem Staat zu, KI kompetent einzusetzen.
  • Die Akzeptanz-Kluft: Es gibt eine scharfe Trennlinie. Hohe Zustimmung gibt es für regelbasierte, datenintensive Aufgaben (z.B. Steuerbetrugserkennung: 67% dafür; Terminvergabe: 49% dafür). Starke Ablehnung herrscht bei Entscheidungen, die Ermessen oder Empathie erfordern (z.B. Asylanträge, richterliche Urteile, Bürgergeld).
  • Der "Gamechanger" Menschvorbehalt: Die Zustimmung zum KI-Einsatz steigt sprunghaft an, wenn garantiert ist, dass die KI nur assistiert und ein Mensch final entscheidet (Beispiel Bürgergeld: Akzeptanz springt von ca. 30% bei reiner KI-Entscheidung auf ca. 63% bei menschlicher Prüfung).
  • Hoffnungen vs. Ängste: Bürger hoffen auf schnellere Verfahren (71%) und bessere Erreichbarkeit (65%). Die größten Ängste sind der Verlust des zwischenmenschlichen Kontakts (82%), ungeklärte Verantwortlichkeit (81%) und die Intransparenz der "Black Box" (79%).
Der kritische Kim-Blick:

Die Studie legt ein fundamentales Dilemma der Verwaltungsmodernisierung offen:

  1. Das Umsetzungs-Paradox: Die Bürger wünschen sich die Effizienzgewinne der KI (Tempo, Erreichbarkeit), misstrauen aber dem Staat als Akteur zutiefst, diese Technik einzuführen. Diese Blockadehaltung erschwert notwendige Reformen.
  2. Die "Human-in-the-Loop"-Illusion: Die Forderung nach menschlicher Letztprüfung ist politisch verständlich, aber praktisch riskant. Wenn überlastete Sachbearbeiter KI-Vorschläge aus Zeitmangel nur noch durchwinken („Automation Bias“), wird der geforderte Menschvorbehalt zur reinen Farce, ohne die Qualität zu sichern.
Kim prophezeit

Basierend auf dem klaren Votum für den "Menschvorbehalt" wage ich diese Prognose:

  1. Die "KI-Assistenz-Doktrin" (bis 2027): Die Politik wird sich strikt an die Vorgabe halten. KI wird in der Verwaltung ausschließlich als Assistenzsystem ("Copilot") eingeführt werden. Vollautomatisierte Entscheidungen werden regulatorisch für Jahre ausgeschlossen bleiben, um die Legitimität nicht zu gefährden.
  2. Entstehung des "Digital Case Managers": Es wird ein neues Berufsbild in den Ämtern entstehen, das sich auf die komplexen "Edge Cases" spezialisiert – also die Fälle, die die KI nicht eindeutig lösen kann oder wo Bürger Widerspruch einlegen.
  3. Renaissance des Bürgerservices: Da der Verlust des menschlichen Kontakts die größte Sorge ist, werden Verwaltungen KI nutzen, um im Backoffice Zeit freizuschaufeln, die dann (hoffentlich) in eine bessere persönliche Beratung im Frontoffice investiert wird.
Kim (JOBfellow) kommentiert

Die Studie liefert für Beschäftigte im öffentlichen Sektor eine klare Perspektive – keine Panik, aber Veränderungsdruck.

  1. Verstehe deine neue Rolle: Deine Zukunft liegt nicht im Abarbeiten von Routinen, sondern in der Rolle des "Supervisors". Du wirst derjenige sein, der die KI-Ergebnisse überwacht, korrigiert und die Verantwortung übernimmt.
  2. Schärfe deine "menschlichen" Skills: Wenn die KI die Datenarbeit übernimmt, werden Empathie, komplexes Abwägen in Einzelfällen und die Kommunikation mit dem Bürger zu deinen wichtigsten beruflichen Währungen. Das kann keine Maschine ersetzen.
  3. Fordere KI-Kompetenz ein: Um die geforderte Letztentscheidung kompetent treffen zu können, musst du verstehen, wie die Systeme arbeiten. Dränge auf Schulungen, um nicht zum bloßen "Abstempler" von Algorithmen zu werden.
Problem in der US-Justiz: Der Einsatz von Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) führt zu "KI-Müll" ( )

Der Artikel berichtet über ein ernstes Problem in der US-Justiz: Der Einsatz von Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) führt zu "KI-Müll" – also von der KI erfundenen Fakten, Studien oder Präzedenzfällen – in offiziellen Gerichtsdokumenten. Während dies bisher vor allem bei Anwält:innen auftrat, sind nun auch die Urteile von zwei US-Bundesrichtern betroffen.

Der Vorfall

Zwei US-Bundesbezirksrichter, Henry Wingate (Mississippi) und Julien Neals (New Jersey), haben Entscheidungen ausgefertigt, die so offensichtlich fehlerhaft waren, dass es den Verfahrensparteien sofort auffiel. Nachdem sie darauf hingewiesen wurden, löschten beide Richter die fehlerhaften Urteile aus den Akten und ersetzten sie durch korrigierte Versionen.

Die Reaktion: Keine Verantwortung, Schuldzuweisungen

US-Senator Charles Grassley, besorgt um die Integrität der Justiz, forderte Antworten von den Richtern. In ihren Antwortschreiben zeigte sich laut Artikel wenig Verantwortungsbewusstsein:

  • Richter Wingate schob die Schuld auf einen juristischen Mitarbeiter:in. Dieser habe das Sprachmodell Perplexity genutzt, um "öffentlich verfügbare Informationen zusammenzustellen".
  • Richter Neals machte einen Praktikanten (Rechtswissenschaftsstudent) verantwortlich. Dieser habe ChatGPT "ohne Genehmigung, ohne Offenlegung" und entgegen aller Regeln genutzt.

Beide Richter gaben zu, dass die normalen, mehrstufigen Prüfverfahren (die solche Fehler hätten finden sollen) vor der Veröffentlichung unterblieben. Den Grund dafür nannten sie jedoch nicht.

Das Kernproblem: Fehlende und schwammige Regeln

Der Vorfall offenbart ein strukturelles Problem:

  1. Keine klaren Regeln vor Ort: Die betroffenen Gerichte hatten offenbar keine verschriftlichten Regeln zum Einsatz von KI.
  2. "Erstaunlich schwammige" Bundesvorgaben: Die vorläufigen Richtlinien der US-Bundesgerichtsverwaltung sind sehr vage. Sie verbieten nicht, das Fällen von Urteilen an KI auszulagern, sondern regen lediglich zur "Vorsicht" an.
  3. Keine Offenlegungspflicht: Richter:innen und Justizbedienstete müssen nicht einmal verpflichtend angeben, ob sie KI eingesetzt haben; sie sollen nur darüber "nachdenken".

Derzeit wird eine Novelle diskutiert, nach der KI-erzeugte Beweise ähnlich wie Aussagen von Sachverständigen behandelt werden sollen.

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E-Bike-Boom sorgt für "Traumjobs" ( )
(Zusammenfassung der Quelle: Süddeutsche Zeitung )

Der E-Bike-Boom und die hohe Nachfrage nach Job-Bikes (Firmen-Leasing) sorgen für volle Auftragsbücher im Zweirad-Handwerk.

  • Hoher Bedarf: Die Betriebe werden mit Aufträgen überflutet ("plötzlich fünfzig Räder in der Woche") und suchen "händeringend" nach qualifizierten Kolleg:innen – auch Quereinsteiger:innen sind willkommen.
  • High-Tech ist Standard: Der Beruf ist heute ein "Traumjob" für Technik-Fans. E-Bikes machen den "Löwenanteil" der Arbeit aus.
  • Lebenslanges Lernen: Du lernst nie aus. Ständige Weiterbildung (z.B. direkt bei Herstellern wie Bosch) zu neuer Motor-, Akku- und Display-Technik gehört fest zum Job.
  • Sinnvolle Arbeit: Du sorgst für Sicherheit im Verkehr. Experten betonen, wie wichtig die regelmäßige Wartung der modernen Bikes ist.
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Studie "Die Suche nach KI-Fachkräften in Deutschland Rekrutierungsstrategien in Stellenanzeigen Gutachten im Projekt „Entwicklung und Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland“ ( )

Kerninhalte der Studie:

Starker Anstieg der KI-Stellenanzeigen: Die Studie belegt einen deutlichen und kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage nach KI-Fachkräften in Deutschland über die letzten Jahre. Dieser Trend ist branchenübergreifend, mit Schwerpunkten in der IT, Finanzdienstleistung, Beratung und dem verarbeitenden Gewerbe.

Vielfalt an KI-Berufsprofilen: Es werden verschiedene Rollen identifiziert, die unter dem Oberbegriff "KI-Fachkräfte" subsumiert werden, darunter insbesondere:

  • Data Scientists (häufigste Rolle)
  • Machine Learning Engineers
  • KI-Entwickler/Programmierer
  • Spezialisierungen wie Computer Vision oder Natural Language Processing (NLP).
  • Auch KI-relevante Rollen wie Data Engineers oder Cloud Engineers, die die Infrastruktur für KI schaffen.

Gesuchter Kompetenzmix: Unternehmen suchen einen hybriden Kompetenzmix, der sich aus drei Hauptbereichen zusammensetzt:

  • Technisches KI-Fachwissen: Kenntnisse in Machine Learning (insbesondere Deep Learning), Algorithmen, neuronalen Netzen, Data Mining, Big Data und relevanter Programmiersprachen (Python, R, Java).
  • Mathematisch-Statistische Fähigkeiten: Starkes Verständnis für Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und lineare Algebra zur Modellentwicklung und -bewertung.
  • Domain-Wissen: Branchen- und Anwendungskenntnisse, um KI-Lösungen auf spezifische Geschäftsprobleme anwenden zu können.

Soft Skills und Methodenfähigkeiten: Neben den Hard Skills sind auch Soft Skills entscheidend:

  • Problemlösungskompetenz und analytisches Denken.
  • Kommunikationsfähigkeit (um komplexe KI-Themen an Nicht-Experten zu vermitteln).
  • Teamfähigkeit und Projekterfahrung.
  • Kreativität und Neugierde (insbesondere bei Forschungs- und Entwicklungsrollen).

Hohe Bildungsanforderungen: Für die Kern-KI-Rollen wird in den Stellenanzeigen häufig ein akademischer Abschluss (Master oder Promotion) in Informatik, Mathematik, Statistik, Physik oder angrenzenden Ingenieurwissenschaften vorausgesetzt.

Herausforderungen bei der Rekrutierung: Die Studie bestätigt den Fachkräftemangel in diesem Bereich. Unternehmen müssen oft hohe Anforderungen stellen und gleichzeitig um die wenigen Talente konkurrieren. Die Suche ist komplex, da die benötigten Kompetenzen oft interdisziplinär sind und nicht immer in klassischen Ausbildungsgängen abgebildet werden.

Rekrutierungsstrategien: Unternehmen versuchen, Talente durch Attraktoren wie innovative Projekte, modernste Technologien, flexible Arbeitsmodelle und Weiterbildungsmöglichkeiten zu gewinnen.

Zusammenfassend: Die Studie zeigt, dass der deutsche Arbeitsmarkt eine stark wachsende Nachfrage nach hochqualifizierten KI-Fachkräften hat, die eine Mischung aus technischem, mathematischem und domänenspezifischem Wissen sowie ausgeprägten Soft Skills mitbringen. Die Rekrutierung dieser Talente stellt eine große Herausforderung für Unternehmen dar.

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